HERBST - Die Zeit der Ernte und des Loslassens
Der Herbst ist die Zeit, in der die Blätter fallen und die Ernte eingeholt wird. Was über das Jahr gewachsen ist, erreicht nun seine Vollendung. Goldenes Licht durchflutet die Tage, und die leuchtenden Farben der Laubbäume verkünden den bevorstehenden Wandel. Astronomisch beginnt der Herbst mit der Tag-und-Nacht-Gleiche am 22. oder 23. September. Die Tage werden kürzer und spürbar kühler – mit Ausnahme des Altweibersommers.
Die Blätter beginnen sich zu verfärben, und der Wald wird in warme Rot- und Gelbtöne gehüllt. Allmählich fallen die Früchte zu Boden und beim Spaziergang findet man Bucheckern, Fichten- und Kiefernzapfen. Der Herbst bereitet die Natur auf eine neue Zyklusphase vor, die ganz der Ernte und der Vorbereitung auf den Winter gewidmet ist.
Ich ordne dem Herbst das Element Erde zu, weil mich die Qualitäten dieser Jahreszeit zur Ruhe bringen und mich erden. Ich spüre den Boden unter meinen Füßen viel deutlicher und lasse all das sacken, was jetzt erntereif ist. Der Herbst schenkt uns die Reife dessen, was wir über das Jahr gesät haben, und die Natur bringt uns immer mehr Nahrung.
Der Herbst - Eine Zeit des Abschieds und der Dankbarkeit
Der Herbst ist auch die Zeit des Abschieds. Es ist der Moment, um dankbar zu sein für all das, was uns in diesem Jahr begleitet hat. Gleichzeitig ist es eine Zeit des Loslassens und Teilens. Die Samen, die wir zu Beginn des Jahres gesät haben, gelangen nun zur Reife. Die Erfahrungen, die wir gemacht haben, können jetzt verarbeitet und verdaut werden.
Fragen wie:
- Wofür kann ich dankbar sein?
- Was habe ich dieses Jahr gesät und wie sieht die Ernte aus?
- Was war hilfreich und was hinderlich für meine Entwicklung?
dürfen uns in dieser Zeit begleiten. Auch das Loslassen und das Hinterfragen, ab welchem Zeitpunkt ich Altes loslasse – wie die Bäume ihre Blätter und Früchte dürfen in dieser Zeit aufkommen.
Ganz im Herbst ankommen ☀️🍂
Ebenso wie der Frühling ist auch der Herbst eine Jahreszeit, die deutliche Veränderungen mit sich bringt. Während der Frühling für Erwachen, Orientierung, Träumen und Wachsen steht, ist der Herbst eine Zeit des Vergehens, Teilens, der Rückkehr und der Ernte - wir kommen zur Ruhe...
Ganz im Herbst anzukommen bedeutet, dem Sommer nicht nachzutrauern, sondern zu erkennen, dass jede Jahreszeit ihren besonderen Zauber in sich trägt. Es gilt, die einzelnen Qualitäten und Botschaften zu beobachten, zu fühlen und zu verstehen.
Die Natur zeigt uns, dass die Dinge vergänglich sind – und gerade deshalb wertvoll und einmalig. Innerlich zur Ruhe kommen, Gelassenheit in sich ausbreiten lassen und wärmende Gedanken pflegen. Fragen wie:
- Was brauche ich im Inneren und Äußeren, während draußen alles in Veränderung ist?
- Wie bleibe ich gut verwurzelt, während der Herbstwind durch das Land fegt und an den Baumkronen rüttelt?
können uns unterstützen, um ganz im Herbst anzukommen.
Bis ganz bald,
Pia
BAUERNREGEL
🍁 26.09 Sankt Kosmas und Sankt Damian fängt das Laub zu färben an 🍁